Schreiben für mich

Wie mir das Schreiben für mich zu mehr Klarheit verhilft

Seit Kindertagen an schreibe ich für mich. Jeden Abend wartete mein Tagebuch auf mich, dem ich von den Erlebnissen des Tages erzählte. Als Kind war ich oft rastlos, hatte sehr viel Energie. Das Tagebuchschreiben half mir, besser einzuschlafen.

Als ich älter wurde, hörte ich auf, meinem Tagebuch meine Erlebnisse und Probleme anzuvertrauen, denn das machen doch nur Kinder, dachte ich. Ich fokussierte mich darauf, Zeitungsartikel oder Geschichten zu schreiben, doch das ist nicht dasselbe. Beim Tagebuch schreiben, schreibe ich nur für mich und für niemanden sonst. Ich muss hier keiner Norm und keinen vorgegebenen Strukturen gerecht werden. Niemand bewertet, ob mein Text gut oder schlecht ist, denn er ist ja nur für mich. In letzter Zeit aber, spüre ich, dass ich genau das brauche. Ein Ventil, das neutral ist und mich nicht bewertet, bei dem ich Druck ablassen und meine Emotionen einordnen kann. Und so fing ich mit Ende 20 wieder an, für mich zu schreiben.

 

Warum schreiben für mich wirkt

Oft gibt es Themen, die mich einfach nicht mehr loslassen. Sie brennen sich förmlich in mein Gehirn und sorgen für innere Unruhe. Anstatt aber darüber zu grübeln und die Emotionen in mich hineinzufressen, verschaffe ich mir Luft, in dem ich sie niederschreibe. Das kann enorm befreiend wirken.

 

Schreiben für mich weckt Emotionen

Wenn ich schreibe, verbinde ich mich auch immer mit meiner Gefühlwelt. Das passiert automatisch, denn meistens schreibe ich über Themen, die mich bewegen. Auch wenn es noch so weh tun kann, es ist gut und wichtig, diese Gefühle zu spüren, um einen Verarbeitungsprozess in Gang zu bringen. Dadurch kann ich Ereignisse aufarbeiten, die mich belasten.

 

Schreiben zeigt mir, wer ich bin

Durch das Niederschreiben von Themen, die mich bewegen, erfahre ich nach und nach immer mehr über mich selbst. Mir wird klar, was mir guttut, was ich in meinem Leben haben möchte und wovon ich Abschied nehmen sollte. Ich erlange dadurch Klarheit über mich selbst und meine Werte.

 

Durch Schreiben kann ich mich öffnen

Da mir durch das Schreiben für mich klar wurde, wer ich eigentlich bin und was ich vom Leben erwarte, kann ich viel besser auf meine Emotionen reagieren. Ich kann mich auch anderen Menschen besser öffnen, vor allem aber öffne ich mich mir gegenüber.

 

Schreiben schafft Kreativität

Wenn ich gerade eine unkreative Phase habe, denke ich oft, jetzt kann ich erst recht nicht schreiben, denn da kommt ja nichts bei rum. Das gilt aber nicht für das Schreiben für mich. Denn hier ist es egal, ob der Text kreativ gestaltet ist, ob sich Rechtschreib- oder Grammatikfehler eingeschlichen haben. Ich habe sogar die Erfahrung gemacht, dass mir genau in diesen unkreativen Momenten das Schreiben für mich hilft, um den Kopf freizubekommen und wieder kreativ zu werden.

 

Schreiben lenkt den Blick nach Innen

Gefühle niederzuschreiben und damit für mich auszusprechen, wirkt enorm entlastend. Mich zu fragen, wie es mir geht und was mich im Innern bewegt, ist nicht leicht zu beantworten. Oft spielt sich eine Mischung aus Gefühlen und Gedanken in mir ab, die ich im ersten Moment nicht greifen kann. Wenn ich durch das Schreiben versuche, diese Gefühle und Gedanken in Worte zu fassen, finde ich Zugang zu meiner inneren Welt und verschaffe mir Klarheit.

 

Schreiben schafft Denkraum

Durch Schreiben Gedanken und Gefühle zu verarbeiten entlastet auch das Gehirn. Hier räume ich einmal gehörig auf, sortiere meine Gedanken und schaffe dadurch neue Arbeitskapazität für meinen Denkapparat. Danach fällt es mir leichter, mich auf eine Aufgabe zu konzentrieren und nach Lösungen zu suchen. Wenn du also das Gefühl hast, in deinem Kopf ist ein Knoten und es wird alles zu viel, dann schreibe und schaffe dir neuen Freiraum.

 

Probier es aus!

Nun weißt du also, weshalb ich das Schreiben für mich liebe. Es erdet mich und verschafft mir Klarheit. Und jetzt bist du an der Reihe! Probier es einfach mal aus. Nimm dir ein paar Minuten Zeit für dich, hol dir Stift und Papier, setze dich hin und fang an zu schreiben. Im ersten Schritt geht es nicht um irgendwelche Schreibmethoden oder die Form des Schreibens. Ob du Journaling praktizierst, in ein Tagebuch oder einen Brief schreibst, ist im ersten Moment nicht wichtig. Es geht nur darum, dass du das, was dich bewegt, niederschreibst.

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